Die Energieanalyse aus dem Verbrauch (EAV) macht das tatsächliche Nutzerverhalten und die reale Gebäudeeffizienz sichtbar. Die Heizleistung wird aus dem Zählerstand berechnet. Diese wird mit der Außentemperatur in Beziehung gesetzt. So lässt sich das charakteristische Heizverhalten des Gebäudes ermitteln. Dabei werden folgende Kennwerte berechnet:
Maximale Leistung: Beschreibt die berechnete Heizleistung des Gebäudes, die für die Auslegungs-Außentemperatur ermittelt wurde. Sie gibt Aufschluss über die Dimensionierung der Heizungsanlage.
Heizgrenze: Beschreibt die Außentemperatur, unterhalb der das Gebäude beheizt werden muss. Unterhalb dieser Temperatur ist die Wärmeabgabe des Gebäudes größer als die internen Wärmegewinne.
Grundleistung: Beschreibt den witterungsunabhängigen Energieverbrauch, der auch oberhalb der Heizgrenze konstant anfällt. Sie zeigt mögliches Einsparpotenzial im Sommer.
Steigung: Beschreibt, wie stark der Energieverbrauch bei sinkender Außentemperatur ansteigt. Eine steile Steigung deutet auf eine schlechte Gebäudedämmung oder ineffiziente Heizungsregelung hin. Sie ist ein direktes Maß für die thermische Qualität der Gebäudehülle.
Hinweis zur Urheberschaft
Wir danken dem Team von Prof. Dr.-Ing. Dieter Wolff und Prof. Dr.-Ing. Kati Jagnow für die Entwicklung der Energieanalyse aus dem Verbrauch (EAV) zu einem Standard zur witterungsbereinigten Bewertung, Ermittlung von Einsparpotenzialen und zeitnahen Erfolgskontrolle nach energetischen Maßnahmen. Weiterführende Informationen zur EAV und der Excel-Freeware der Autoren finden sich auf der delta-q Website.